
Ferdinand Wagner

In einer aktuellen Studie unter Mitwirkung unserer Klinik wurde untersucht, ob sich der Reifegrad des Skeletts auch mittels Ultraschall zuverlässig bestimmen lässt.
Dabei wurden bei 115 Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 19 Jahren sowohl klassische Röntgenaufnahmen als auch Ultraschallbilder des Daumens und Zeigefingers ausgewertet.
Das Ergebnis ist vielversprechend: Besonders in den entscheidenden Wachstumsphasen (SMS-Stufen 3 & 4 sowie 7 & 8) liefert der Ultraschall vergleichbar zuverlässige Ergebnisse wie die Röntgenmethode. In diesen Phasen lässt sich das weitere Wachstum besonders gut einschätzen – ein zentraler Faktor für Therapieentscheidungen.
Der große Vorteil: Ultraschall ist völlig strahlenfrei, schnell verfügbar und schmerzfrei durchführbar. Damit eignet sich diese Methode hervorragend für den klinischen Alltag und könnte helfen, Röntgenuntersuchungen in vielen Fällen zu vermeiden – besonders bei Verlaufsuntersuchungen im Kindes- und Jugendalter.
Diese Studie unterstreicht unser Engagement für moderne, schonende Diagnostik in der Kinderorthopädie.

Eine angeborene Skoliose geht oft auf Fehlbildungen an der Wirbelsäule, wie Halbwirbel und Spangen, zurück und führt in manchen Fällen zu ausgeprägten Deformitäten bereits in jungen Jahren. Wichtig hierbei ist die frühestmögliche Diagnose, um die bestmögliche Therapie früh zu beginnen. Oft ist dies auch eine operative Behandlung. Dank der großen Expertise können wir auch spät erkannte Deformitäten behandeln und so Lebensqualität zurückgeben.
Diese Operationen sind meist sehr nah an Rückenmark und Nerven. Bei uns operieren Neurochirurgen und Orthopäden gemeinsam und kombinieren ihre interdisziplinäre Erfahrung, um das bestmögliche Operationsergebnis für Ihr Kind zu erzielen.

Die erworbene (idiopathischen) Skoliose tritt meist erstmals zwischen dem zehnten und zwölften Lebensjahr und häufiger bei Mädchen als bei Jungs auf. Typische Beschwerden sind eine schiefe Haltung und eine deutlich sichtbare Wölbung (Buckel) auf Höhe der Schulterblätter.

Die sogenannte kongenitale, also angeborene Hüftdysplasie stellt eine ungenügende Ausbildung des Hüftgelenkes dar mit in der Regel insuffizienter Verknöcherung des Pfannenerkers.

Genetisch bedingte Fehlbildungen der Knochen, Bänder und Gelenke haben meist auch eine Auswirkung auf die Wirbelsäule. Dies kann Kleinwuchs (z. B. Achondroplasie), überschießendes Wachstum (z. B. Marfan Syndrom) oder auch direkt oder indirekt Veränderungen an der Knochenstruktur verursachen (z. B Neurofibromatose oder Osteogenesis imperfekta).
Als eine der wenigen nationalen Spezialkliniken für Kinderorthopädie behandeln wir auch seltene syndromale Fehlbildungen, welche den Bewegungsapparat systematisch befallen wie z.B. die Arthrogrypose. In enger Abstimmung mit der Kinderorthopädie planen wir die Eingriffe zur Korrektur der Wirbelsäule – immer im Fokus: Ihr Kind.

Eine neurogene Hüftdezentrierung entwickelt sich häufig schleichend bei Kindern mit neurologischen Erkrankungen. Eine frühzeitige Diagnose und gezielte Behandlung helfen, Schmerzen, Fehlstellungen und eine Hüftluxation zu vermeiden.
Setzen Sie sich gerne direkt mit unserem Experten Herrn Priv.-Doz. Dr. Ferdinand Wagner in Verbindung. Er informiert Sie gerne.
