
Ferdinand Wagner

Epiphyseolysis capitis femoris: Frühe Erkennung schützt vor schweren Hüftschäden
Die Epiphyseolysis capitis femoris (ECF) ist eine Erkrankung des Hüftgelenks, die vor allem während des pubertären Wachstumsschubs auftritt. Dabei gleitet der Hüftkopf teilweise von seinem korrekten Platz im Gelenk ab.
Dies geschieht meist schleichend, kann aber auch plötzlich und schmerzhaft auftreten – in beiden Fällen ist rasches Handeln entscheidend.
Ein typisches Warnzeichen sind Schmerzen in der Leiste, manchmal auch im Knie. Besonders bei übergewichtigen Jugendlichen oder bei Einschränkungen der Beweglichkeit im Hüftgelenk sollte eine ECF ausgeschlossen werden. Zur sicheren Diagnose wird ein spezielles Röntgenbild beider Hüften benötigt.
Die Behandlung richtet sich nach der Schwere der Verschiebung. In leichten Fällen reicht oft eine sogenannte „In-situ-Fixation“ – das Einbringen einer Schraube, um weiteres Abrutschen zu verhindern. In schwereren Fällen ist eine korrigierende Operation notwendig. Die modernste Technik ist die sogenannte Dunn-Prozedur, die jedoch nur in spezialisierten Zentren wie dem unseren durchgeführt wird.
Unbehandelt kann die ECF zu einer dauerhaften Schädigung des Hüftkopfes führen – mit der Folge von Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder sogar späterem Gelenkersatz. Frühzeitige Erkennung und gezielte Behandlung sichern daher langfristig die Mobilität und Lebensqualität der betroffenen Jugendlichen.

Unter der sogenannten Epiphyseolysis capitis femoris (ECF) wird eine Lösung der Wachstumsfuge unterhalb des Oberschenkelkopfes verstanden.

Die sogenannte kongenitale, also angeborene Hüftdysplasie stellt eine ungenügende Ausbildung des Hüftgelenkes dar mit in der Regel insuffizienter Verknöcherung des Pfannenerkers.

Eine neurogene Hüftdezentrierung entwickelt sich häufig schleichend bei Kindern mit neurologischen Erkrankungen. Eine frühzeitige Diagnose und gezielte Behandlung helfen, Schmerzen, Fehlstellungen und eine Hüftluxation zu vermeiden.
Setzen Sie sich gerne direkt mit unserem Experten Herrn Priv.-Doz. Dr. Ferdinand Wagner in Verbindung. Er informiert Sie gerne.
