
Ferdinand Wagner

Originalstudie:
Ultrasound is a suitable radiation-free alternative for hip Surveillance in children with cerebral palsy or developmental dysplasia of the hip older than one year
Kinder mit Zerebralparese (CP) oder einer angeborenen Hüftreifungsstörung (DDH) brauchen regelmäßige Hüftkontrollen, damit ein „Weglaufen“ des Hüftkopfs aus der Pfanne (Dezentrierung) früh erkannt und behandelt werden kann. Röntgen ist dafür üblich – bedeutet aber Strahlenbelastung. Die Studie prüft, ob Ultraschall (US) als strahlenfreie Alternative das Gleiche zuverlässig feststellen kann.
Wie wurde untersucht?
169 Kinder/Jugendliche, insgesamt 327 Hüften wurden untersucht.
Alle erhielten Ultraschall und Röntgen nach einheitlichen Protokollen.
Aus beiden Verfahren wurden vergleichbare Messgrößen berechnet, die anzeigen, wie weit der Hüftkopf seitlich „heraussteht“.
Die wichtigsten Ergebnisse – kurz erklärt
Was bedeutet das für die Praxis?
Einschränkungen

Die sogenannte kongenitale, also angeborene Hüftdysplasie stellt eine ungenügende Ausbildung des Hüftgelenkes dar mit in der Regel insuffizienter Verknöcherung des Pfannenerkers.

Kinder mit einer infantilen Cerebralparese zeigen – in Abhängigkeit von Lage und Ausmaß der ursächlichen Hirnschädigung – eine Veränderung des Muskeltonus und Störungen der Haltungs- und Bewegungskontrolle.
Betroffene Patienten werden bei uns interdisziplinär vom Säuglings- bis zum Erwachsenenalter betreut. Im Rahmen einer befund- und zielorientierten Therapieplanung kann das gesamte Spektrum etablierter konservativer und operativer Therapieverfahren angeboten werden.

Eine neurogene Hüftdezentrierung entwickelt sich häufig schleichend bei Kindern mit neurologischen Erkrankungen. Eine frühzeitige Diagnose und gezielte Behandlung helfen, Schmerzen, Fehlstellungen und eine Hüftluxation zu vermeiden.
Setzen Sie sich gerne direkt mit unserem Experten Privatdozent Dr. Ferdinand Wagner in Verbindung.
